Das Unternehmen ist ein inhabergeführter Cybersecurity-Dienstleister mit Sitz in Mitteldeutschland. Das Angebot reicht von Security-Beratung über Projekte bis zu Managed Security Services. Fachlich war das Team stark – vertrieblich hing das Geschäft aber an wenigen Personen und an Empfehlungen.
Der Markt für IT-Sicherheit wächst, nicht zuletzt durch NIS2 und steigenden Druck aus Versicherungen und Lieferketten. Wer diese Nachfrage planbar in wiederkehrenden Umsatz übersetzen will, braucht einen Vertrieb, der aktiv Pipeline aufbaut, statt auf Anfragen zu warten. Ich habe die Vertriebsleitung als Head of Sales und Mitglied der Geschäftsleitung übernommen.
Das Mandat war auf zwölf Monate angelegt. Die Aufgabe war damit klar umrissen: in kurzer Zeit Struktur schaffen, ein Team aufbauen und eine Pipeline entwickeln, die das Unternehmen anschließend selbst weiterführen kann.
Die Herausforderungen
Zuerst habe ich Kunden, laufende Opportunities und Angebote gesichtet und mit der Geschäftsführung ein Zielbild vereinbart: Welche Kunden wollen wir, mit welchen Leistungen, und welcher Anteil soll wiederkehrend sein?
Rollen und Verantwortlichkeiten wurden klar getrennt, Pipeline-Phasen mit eindeutigen Kriterien definiert und ein wöchentlicher Forecast eingeführt. So wurde sichtbar, wo Deals tatsächlich stehen und wo sie hängen bleiben.
Ich habe ein Team von Account Managern aufgebaut, eingearbeitet und geführt – mit klaren Zielkunden, Gesprächsleitfäden und regelmäßigen Deal-Reviews statt reiner Aktivitätskontrolle.
Das Angebot wurde konsequent auf wiederkehrende Managed-Service-Verträge ausgerichtet. Parallel entstand der Consulting-Standort Leipzig, um regional näher an Kunden und Bewerbern zu sein.
Gegen Ende des Mandats lag der Fokus darauf, dass Routinen, Rollen und Pipeline-Disziplin auch ohne mich weiterlaufen: dokumentierte Phasenkriterien, feste Forecast-Termine und klare Verantwortlichkeiten im Team. Ein Interim-Mandat ist erst dann erfolgreich, wenn die Organisation es selbst weiterführen kann.
Anonymisiert dargestellt. Kennzahlen nur dort, wo sie belegt sind – Unternehmensnamen nenne ich bewusst nicht.
Im Security-Vertrieb verkauft sich Technik nicht von allein. Entscheidend war, dass jeder im Team wusste, welche Kunden wir wollen und woran wir eine echte Opportunity erkennen. Erst die ehrliche Pipeline hat die Gespräche in der Geschäftsleitung versachlicht – und Managed Services zur Priorität gemacht.
In 30 Minuten klären wir, wo Pipeline, Prozess und Team heute stehen und welcher erste Schritt die größte Wirkung hat.
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